Moritz Avenarius schrieb am 7. März 2014 zuEvents, News

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In der Halle 6 auf der Social Business Arena analysieren wir gerne Ihre individuellen Check-up Ergebnisse. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung, um Social Business effektiv in Ihrer Organisation zu nutzen.

Wir freuen uns auf Sie!

Moritz Avenarius schrieb am 7. März 2014 zuEnterprise 2.0, Events, News, Tools

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Der Social Business Check-up

Moritz Avenarius schrieb am 7. März 2014 zuEnterprise 2.0, Events, News, Tools, Unkategorisiert

Wie intensiv nutzen Sie heute schon Social Software für Ihren Unternehmenserfolg?

Die Social Media sind eine gesellschaftliche Entwicklung, keine Erfindung. Längst sind sie elementarer Teil unseres Lebens geworden. Diese Mechanismen können Sie auch innerhalb Ihres Unternehmens gewinnbringend nutzen. Denn effizientere Arbeitsabläufe dank Social Software führen zu höherer Produktivität.

Beispiele:

  • Individuelle Newsfeeds dämmen die täglichen E-Mail-Flut der Mitarbeiter ein
  • Kollaborative Dokumentenbearbeitung beschleunigt Vor- und Nachbereitung von Meetings und machte diese effizienter und kürzer
  • Intelligent vernetzte interne Daten erleichtern das Auffinden relevanter InhalteDann kommen Sie mit uns ins Gespräch! 

Sebastian Baumer schrieb am 1. Juni 2012 zuApps, Social Networks, Tools

Warum ich meinen Path-Account (endlich) gelöscht habe.

Erinnert sich noch jemand an Path? Es war der größte Social Media-Hype vor dem Auftauchen von Pinterest: Ein ausschließlich mobiles und als eher privat konzipiertes Social Network in App-Form. Ich habe heute meinen dortigen Account nach ein paar Monaten sporadischer Nutzung stillgelegt und die App von meinem iPhone entfernt.

Dabei war und ist Path in Sachen Technik, Optik und Bedienbarkeit über jeden Zweifel erhaben: Die kostenlose Applikation läuft absolut reibungslos und schnell, das Design ist erstklassig und in Sachen Bedienkonzept und UI (über die man einen eigenen Artikel schreiben könnte, zum Beispiel nutzt Path schon seit langer Zeit auf den Profilen zusätzliche Titelbilder und einen Zeitstrahl mit Datumsanzeige in einer Weise, die so wirken, als hätte sich Facebook vor allem dort die Inspiration für die Timelinegestaltung geholt) darf man sagen, dass Path wohl zum Besten gehört, was überhaupt für das iPhone im App-Store zu finden ist.

Und auch die Idee liest sich im Grunde wie ein großer Wurf: Maximal 200 Freunde pro Nutzer sind möglich, per extra dafür designten Buttons können neben Statusmeldungen auch verschiedene andere Mitteilungen platziert werden, ein Photoupload mit Filtern, die an die Qualität von Instagram heranreichen ist ebenfalls implementiert, sogar Videos können geteilt werden. Path ist theoretisch die beste Möglichkeit dafür, mit dem engeren Freundeskreis und der Familie Dinge aus dem eigenen Leben zu teilen, die nicht unbedingt auf Facebook und Co. gehören.

Bild: Theoretisch echt supi: Path

Warum also lösche ich diese App? Das Problem mit Path ist das Problem, das auch dafür sorgt, dass auch Google+ einfach nicht über die Schwelle kommt, es ist das Problem mit dem Huhn und dem Ei: Das Netzwerk wird derzeit und vermutlich auch mittelfristig nur von einer sehr überschaubaren Zielgruppe genutzt, in dem Fall nicht mal nur (Tech)Blogger, sondern auch der ganze Rest der Was-mit-Medien-und-mit-iPhone-in-der-Hand-Menschen und so besteht der Kontaktekreis auf Path durch Facebook- und Twitter-Integration vor allem aus denselben Leuten, die man auf den anderen Plattformen sowieso dauernd vor der Nase hat. Der Bedarf einer breiten Masse nach eine weiteren Plattform zum Teilen des eigenen Lebens ist wohl nicht vorhanden. Es könnte daran liegen, dass es mit Facebook-Messages, Facebook-Gruppen, E-Mail, SMS, Telefon, Sichtreffen und ähnlichen Dingen einfach schon mehr als zu viele Möglichkeiten gibt, um Dinge mit seinen Freunden zu “sharen” (Social Media-Sprech), ohne, dass man es in einem zusätzlichen Netzwerk verewigen muss.

Damit steckt Path in einer paradoxen Situation: Da sich der tatsächliche engere Freundeskreis nur bei den wenigsten Menschen mit den “Digital Natives”, deren Updates man überall lesen kann, überschneidet, entsteht das Problem, dass in dem auf private Updates ausgelegten Netzwerk niemand wirklich private Dinge teilt, weil großteils eher Bekannte und Kollegen mitlesen, aber auch niemand die “lustige Links”-Show spielt oder ernsthafte Anliegen und Interessen verbreitet, weil dafür einerseits das erreichbare Publikum zu klein ist und man andererseits Links nicht wirklich vernünftig über das System teilen kann, denn die wurden im Konzept von Path gar nicht mitgedacht.

Bild: Breaking News aus Path-Land.

Was dann noch übrig bleibt? Die belangloseste Soße, die man je auf einer Internetplattform gesehen hat: Statusmeldungen darüber, wann man aufgewacht oder zu Bett gegangen ist, wo man sich aufhält, Alltagsphotos (Weiterhin auf Platz Eins: Photos des eigenen Essens) und das Veröffentlichen von Teasern der Songs, die man gerade hört. Kurz gesagt: Inhaltlich ist Path genau das, was man Twitter lange Zeit vorgeworfen hat, es ist Twitter minus alle interessanten Inhalte.

Vielleicht ist Path seiner Zeit einfach voraus und in ein paar Jahren ist das Konzept eines privaten und mobilen Facebooks für einen kleinen Freundeskreis genau das, was Max und Erika Mustermann haben wollen, um ihren Clique über ihr Leben auf dem Laufenden zu halten, momentan ist das Netzwerk allerdings trotz einer neuerlichen Investorenspritze von 30 Millionen Dollar eine ziemlich bis völlig nutzlose Applikation, die kein Mensch braucht.

Sebastian Baumer schrieb am 15. Mai 2012 zuApps, News

Verbindungsprobleme – Zum Start der Social TV-Sendung “Rundshow”

Es ist ein relativ guter Indikator für den Fortschritt des Internets, zu beobachten, wie viele Blogger trotz ihres Dauermantras vom Sterben der alten Medien noch ins Fernsehen wollen, weil es dort “ein bisschen” mehr Reichweite und Reputation abzuholen gilt. Ein neuer und relativ großangelegter Versuch, TV und Internet multi-crossmedial zu verschmelzen, startete gestern Abend ausgerechnet im etwas angestaubten Bayerischen Rundfunk und zeitgleich live im Netz auf einem undankbaren Sendeplatz um 23 Uhr.

Die “Rundshow” mit Blogger und Apple-Fan Richard Gutjahr sowie Podcaster und Radiomann Daniel Fiene, lange vorab über alle Kanäle und auf der re:publica angekündigt, tritt an, um endlich das ins Programm mit einzubeziehen, was sowieso passiert: Die permanente Kommentierung und Diskussion von TV-Sendungen über Twitter und Co. “Das vielleicht größte TV-Experiment des Jahres” bloggte folgerichtig auch Berufshysterikerkommentator Thomas Knuewer im Vorfeld.

In der Realität sah die leider nur 30minütige “Start Up im TV”-Sendung leider deutlich weniger spannend und auch viel weniger experimentell aus: Die beiden Moderatoren saßen in einem optisch leicht finster geratenen Studio, Anmoderation, Clips und Interviews wechselten sich in klassischer Manier ab, das Ganze erinnerte an eine noch etwas epileptischere Version von Gottschalk Live: Schnelle Übergänge zwischen vorab produzierten Inhalten und hastig geführte Gespräche über Skype und Google Hangout mit einer Menge Verbindungsproblemen, von denen am Ende der Sendung leider nur sehr wenig beim Zuschauer hängen blieb, trotz des vermeintlich sehr ergiebigen Themenfadens der Occupy-Bewegung in Spanien. Der Tiefpunkt der Sendung war erreicht, als der Aktivist, Holocaustüberlebende und Autor Stéphane Hessel interviewt wurde: Das Team filmte einen sehr kurzen und wackelig-hakeligen Skypevideochat auf einem iPad ab, das Medium “Netz” wurde an der Stelle leider vollends zum Selbstzweck der Sendung, nach dem Motto: “Hey, wir benutzen hier ein iPad und haben total viele Follower auf Twitter, das sollte als Konzept reichen, Inhalte kommen erst an zweiter Stelle”.

Auch das interaktive Element der Sendung war dürftig – abgesehen von den Hangout-Interviewpartnern (über die man so gut wie nichts erfuhr – waren sie zufällig ausgewählte Nutzer zum Thema oder schon vorab gesuchte Personen?) beschränkte es sich vor allem darauf, dass die Nutzer mittels einer eigens dafür produzierten Smartphone-App namens “Die Macht” mit ein paar Knöpfen fortlaufend ihre Zustimmung und Ablehnung zum Bildschirmgeschehen kundtun konnten. Am Ende wurde weniger als zehn Sekunden lang die passende Statistik dazu eingeblendet, ohne näher darauf einzugehen. Eine Hardware-App für das Fernsehen, die noch etwas interaktiver als “Die Macht” ist, gibt es allerdings schon: Sie nennt sich Fernbedienung und man kann damit mit nur einem Klick zu einem ganz anderen Kanal wechseln. Zumindest aber kann der Zuschauer bei der “Rundshow” auch nach der Sendung weiter mit den Machern diskutieren und einen fortlaufenden Einblick hinter die Kulissen bekommen. Das passiert aber dann “ganz klassisch” auf Facebook, Twitter und dem eigenen Blog.

Dass man unterhaltsames und intelligentes Fernsehen über das Thema Internet machen kann, das hat “Elektrischer Reporter” von Mario Sixtus eindrucksvoll bewiesen. Wie man Fernsehen mit dem Netz kombinieren kann, daran wird wohl noch eine ganze Zeit lang herumexperiment werden. Es dürfte spannend werden, zu beobachten, wie sich die “Rundshow” in der Zukunft weiter entwickelt und ob die Macher auf das bislang eher durchwachsene Feedback eingehen und das Konzept in Verlauf der geplanten vier Wochen Sendezeit noch modifizieren werden. Den Start der “Rundshow” muss man vorerst unter den Tags “gut gemeint” und “hat Potential” in den Bookmarks ablegen.

Moritz Avenarius schrieb am 14. Mai 2012 zuOnline Trends

Geschichten aus 1001 Database

Daten sind Storys!

Das Thema Daten ist nicht gerade sexy. Entweder einem kommen seitenlange kryptische Tabellen mit einer unüberschaubaren Informationsflut in den Sinn, die eher von Maschinen für Maschinen gedacht sind, oder man denkt an die ermüdenden politischen Debatten rund um den Datenschutz, die der Entwicklung immer drei Schritte hinterherlaufen, und man beginnt zu gähnen.

Auch auf der re:publica war die Angelegenheit nicht unter den Trending Topics der Berichterstattung, obwohl das Thema durchaus in mannigfaltiver Ausprägung in Panels verhandelt wurde: vom Data Mining über den selbstbestimmten Umgang mit Daten bis hin zum Krieg um Daten. Ein Highlight war für mich der Vortrag von Stefan Plöchinger und Lorenz Matzat mit ihrem Projekt Zugmonitor.

Der spannende Punkt dabei war nicht nur, wie man öde Rohdaten der Deutschen Bahn gewinnen und anschließend anschaulich und sinnvoll aufbereiten kann, sondern wie man daraus auch noch eine journalistisch relevante Geschichte macht. Der Datenjournalismus (beziehungsweise Data Driven Journalism) präsentiert sich als die große Innovation und Chance des Online-Journalismus.

Wir kennen sie alle zur Genüge, die sich wiederholenden Berichte zur Unpünktlichkeit der Bahn. Wie bei jedem Thema, das eine große Zahl von Menschen betrifft, sind die Verspätungen der Bahn ein Klassiker unter Journalisten – wie das verrückt gewordene Wetter. Nun hat sich die Süddeutsche Zeitung den Trainmonitor des OpenDataCity auf die Website geholt – und damit einen Mehrwert geschaffen, der weit über den reinen Bericht hinausgeht. Das Medienhaus unterfüttert damit nicht nur einen Artikel mit Fakten (wie bei einer Infografik), sondern nimmt die aggregierten oder recherchierten Daten zum Anlass für die Berichterstattung.

Und das ist das wirklich Neue am Daten-Journalismus: Die Daten sind nicht Beiwerk, sie sind die Story.

Zunächst werden die Rohdaten recherchiert, dann interaktiv aufbereitet und letztendlich von einem Artikel begleitet oder als Themenschwerpunkt veröffentlicht. Wenn neben der aufbereiteten Variante auch noch die Rohdaten zur Verfügung gestellt, vielleicht sogar über eine API weitere Verwendungsmöglichkeiten eröffnet werden, ist das investigativer Journalismus in Höchstform.

Ein weiteres Beispiel hierfür ist die Berichterstattung des Guardian zum Rüstungsbericht des Friedensforschungsinstituts SIPRI vom April 2012. Überhaupt findet man im Guardian einen Vorreiter dieser journalistischen Gattung. Im Onlineauftritt gibt es seit 2009 den Menüpunkt DATA und eine Menge databasierter Berichterstattung wie aktuell die großartige Visualisierung der Gay rights in den Staaten der USA.

Warum Datenjournalismus?

Die Webpräsenzen der großen Printitel haben sich zwar in den letzten Jahren gut entwickelt, doch bleibt gerade das interaktive Potential des Mediums bisher oft weitestgehend ungenutzt. Text und Bild der gedruckten Ausgabe wurden ergänzt durch Audio und Video – beide eigentlich nicht gerade Kerngeschäft der Verlage.

Durch ansprechend, interaktiv, vielleicht spielerisch aufbereitete Daten können die Online-Portale ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber ihren gedruckten Mutterblättern etablieren und ihre Stärke ausspielen. Dabei bleiben sie auch noch bei ihren Kompetenzen und ihrer Herkunft treu, denn Infografiken gehören seit jeher zum Print.

Dass sich journalistisch aufbereitete Daten im Medienangebot auch lohnen können, zeigt der Texas Tribune: In der Online-Ausgabe der Zeitung findet der Texaner Daten zur Qualität der Schulen, zur Kriminalität oder zur Wahlkampf-Finanzierung in seiner Region. Das Angebot läuft so gut, dass das eigentlich stiftungsfinanzierte Verlagsangebot mittlerweile sogar Gewinn abwirft.

Woher die Daten?

Mit data.gov oder data.gov.uk bieten die angloamerikanischen Länder in Sachen Open Data viel Material für Data Journalisten. Aber auch Berlin oder Wien haben gute Ansätze in diese Richtung. Grundsätzlich eröffnet das Informationsfreiheitsgesetz seit 2006 auch in Deutschland viele neue Wege zu den Daten von Bundesbehörden – auch wenn die Bewegung hin zu mehr Informationsfreiheit (wohl kulturbedingt) noch nicht ihren Weg zu allen Mitarbeitern in den Ämtern gefunden hat. Da heißt es dann, hartnäckig sein – eine altbewährte Tugend im Journalismus.

Eine andere Möglichkeit Daten zu recherchieren, ist natürlich, sie selbst zu aggregieren. So werden auch für Zugmonitor die Daten einfach von der Website der Deutschen Bahn gescrapet und auf eigenen Servern gespeichert, da die Bahn selbst keine Rohdaten über Verspätungen ausgibt.

Ein gutes Tool zur einfachen Visualisierung von Rohdaten bietet übrigens Google mit Fushion Tables. Einfach Daten hochladen und Feintuning starten. Die Darstellungsarten wachsen ständig, wie man gut am Parteispenden-Netzwerkgraphen sehen kann, der mit Fushion Tables aus den Daten des Parteispenden-Recherchetools der taz erzeugt wurde.

Daten gibt es jedenfalls genug. Wir produzieren sie täglich nebenbei, sozusagen als Abfallprodukt, mit unseren Wettermessstationen, beim Einkaufen und Bezahlen, bei der Bewegung durch den Raum mit unseren Smartphones usw. Es gab noch nie so viele Daten wie heute – doch was bringt schon die reine Datenflut? Genau hier zeigt sich die (neue)  Existenzberechtigung des Journalismus stärker denn je.

Next Step Robojournalismus?

Wie Lorenz Matzat in seinem Beitrag zur Veranstaltungsreihe twenty.twenty aufzeigt, gibt es bereits heute Ansätze, Artikel auf Basis von Daten von Robots schreiben zu lassen. Wird der Journalist also überflüssig?

Nein, sicher nicht. Denn die reine Darstellung oder sprachliche Wiedergabe von Daten ist noch kein Journalismus. Sie müssen ausgewählt und interpretiert werden, oft auch erklärt. Eine gewissenhafte Recherche, die auch subjektive, intensionistische Auswahl und die professionelle Aufbereitung eines Stoffes sind die Kompetenzen des Journalismus. Beim Datenjournalismus werden eben diese Stärken wesentlich.

Eine gute Visualisierung von Daten unterstützt die Presse bei ihrer Arbeit und zeigt neue Themen auf (wie das Bewegungsprofil des Grünen Politikers Malte Spitz aus 2011 zur VDS). Es gibt jede Menge Geschichten zu erzählen, die hinter Zahlen- und Buchstabenkolonnen lauern. Es liegt an den Journalisten, diese zu finden und die passenden Narrative zu entwickeln. Dann muss einem um die Verlagshäuser und ihre Qualitätspublikationen nicht bange sein. Im Gegenteil: Der Datenjournalismus eröffnet Chancen, die es im Print nicht gab.

> OpenDataCity, die den Zugmonitor gebaut haben und gerade für 2 Grimme Online Awards nominiert sind