Archiv für die Kategorie „Events“

13. Stock schrieb am 30. April 2010 zuEvents, News, Recommended Reading

Im Wald ist man nicht verabredet. Beim WanderCamp ist das anders.

Vor gut drei Wochen haben wir gemeinsam mit Anne Grabs und Mike Schnoor den Startschuss zum WanderCamp gegeben.

Diese drei Wochen haben wir genutzt und uns im Team Gedanken gemacht, wie wir den wertvollen Input aus euren Beiträgen von der WanderCamp Facebookseite aufnehmen und nutzen können. Heute schreiben wir das erste Mal öffentlich über Konzept & Idee, Zielgruppe, mögliche Themen und Sponsoring.

Konzept & Idee

Im Rahmen des Barcamps zum IHSK in Köln im März 2010 wurde von einigen Teilnehmern die Idee eines WanderCamps angestoßen. Unsere Gesellschaft, geprägt von Flexibilität und digitalem Nomadentum lässt die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem immer mehr verschwimmen. “Always on” ist zum Leitmotiv einer Generation mit Smartphone und Notebook im Handgepäck geworden, was auch zu einem Verlust von Rückzugsräumen und einer grundlegenden Beschleunigung des uns ständig umgebenden Informationsflusses führt.

Das WanderCamp greift diese Entwicklung auf und rückt die Schlagworte “Entschleunigung und Nachhaltigkeit” in den Mittelpunkt. Damit stellt sich uns die Frage, welche Elemente des analogen Daseins es wieder zu entdecken und in unseren digitalen Alltag zu integrieren lohnt.

“Die Netzgemeinde sei erwachsen geworden und beginne nun, abseits der Phänomene im Web Methoden, Umgang mit den und Ziele der modernen Medien zu reflektieren”, hieß es nach der re:publica 2010. Wir gehen einen Schritt weiter und nehmen diese Überlegungen mit uns in ein Umfeld, welches von sich aus geeignet ist, die Teilnehmer zu einer Synthese aus Nachhaltigkeit und Entschleunigung im Zusammenspiel mit modernen Medien und Technologien zu führen. Ein weiteres Ziel ist, die Frage zu klären, wie sich Gemeinschaft in Social Communities manifestiert und ob diese auch offline erlebt werden kann.

Im Wald ist man nicht verabredet – beim WanderCamp schon.

Wir sind von der Idee begeistert, ein Wochenende lang den Rest der digitalen Welt hinter uns zu lassen und dennoch aktiven und persönlichen Wissensaustausch beim Wandern zu betreiben.

Kurz: Worum geht es?

Wir planen ein Wochenende im Sinne der Netzkultur – an der frischen Luft, ausgestattet mit Wanderstiefeln, wetterfester Kleidung, Rucksack und einem intensiven Wissensaustausch von morgens bis abends. Ein Medienzölibat ist dennoch nicht vorgesehen!

Mögliche Themen

Wir geben keinen thematischen Rahmen vor, können uns aber sehr gut vorstellen, uns mit Inhalten wie Geocaching, Wandern mit GPS-Unterstützung, Naturfotografie und Flucht vor der Informationsflut zu beschäftigen. Da wir das WanderCamp im Sinne der BarCamp-Bewegung konzipieren, setzen wir auf aktive Beteiligung und bitten euch, eure Vorschläge über die üblichen Social Media Kanäle (Twitter, facebook) an das WanderCamp Orga-Team zu richten.

Die Zielgruppe

Das WanderCamp ist gewissermaßen der Versuch, sich auf ein BarCamp in der freien Natur einzulassen. Was passiert, wenn wir offline gehen? Da wir aufgrund der möglichen Locations keine durchgehende Netzabdeckung gewährleisten können, richtet sich das WanderCamp an Menschen, die über eine hohe Affinität zu digitalen Themen und/oder über eine Leidenschaft fürs Wandern verfügen. Der Benefit dieser Veranstaltung ist ein intensiver Austausch, der nicht nur in einer Pause, sondern beim gemeinsamen Erleben von Natur stattfindet und sich mitunter nicht in eine Powerpointpräsentation pressen lässt.

Die Teilnehmerzahlen können je nach Region und Unterkünften begrenzt sein. Rechtzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Sponsoring

Sponsoren bietet das WanderCamp die Möglichkeit, Menschen mit hoher Reichweite und einem Bezug zu ihren Produkten zu begeistern. Unternehmen, welche einen ökologischen und nachhaltigen Schwerpunkt kommunizieren möchten, haben so die Chance, ihre Zielgruppe direkt anzusprechen.

Beispielsweise können Outdoor-Ausrüster die Teilnehmer des WanderCamps sprichwörtlich mit ihren Produkten branden und profitieren so vom positiven Feedback und der hohen Reichweite der Berichterstattung in Blogs, Communities und auf Social Networking Plattformen sowie den klassischen Medien.

Bereits in dieser frühen Phase konnte die Idee des WanderCamps etliche hundert Personen und diverse Tourismus-/Branchenverbände begeistern.

Zur Realisierung des WanderCamps sind Finanz- und Sachmittel wünschenswert. Detaillierte Sponsoringpakete werden in den nächsten Tagen vorgestellt.

Fragen und Anregungen

Für Feedback zum WanderCamp, weitere Ideen und Vorschläge nutzen wir die Community auf Facebook und Twitter. Für konkrete Anfragen, Hilfs- und Sponsorenangebote sowie Presseanfragen steht zur Verfügung:
Oliver Berger, Telefon 040 – 9707 8486, oliver.berger [at] 13stock.de

13. Stock schrieb am 30. April 2010 zuEvents, Online Trends

Das Potential in Social Media. Oder: Viel heiße Luft beim Social Media Club.

Gestern Abend war es wieder soweit. Der Social Media Club Hamburg (SMCHH) öffnete seine Pforten. Genauer gesagt, ethority öffnete die ihren, denn die Kollegen waren so freundlich, ihre zentral gelegenen Büroräume nebst Innenhof in der Hamburger City erneut für die Durchführung dieses Szene-Events zur Verfügung zu stellen. Diskutiert werden sollte unter der Moderation von Zukunftslotse Moritz Avenarius die Frage “Social Media – viel heiße Luft oder enormes Potential?”.

Zwischen 40 und 50 Personen waren der Einladung gefolgt. Erst füllte sich der Innenhof des ethority Büros zum Networking und eine gute halbe Stunde später ging dann die eigentliche Diskussion los, die von Anfang an sehr kontrovers und leidenschaftlich geführt wurde. Ich hatte zwar den Eindruck, dass die Kernfrage nicht immer im Fokus der Antworten stand, war aber wieder einmal nicht überrascht, dass keine allgemein akzeptierte Definition von Social Media gefunden wurde. In der Tat äußerte jede/r seine und ihre Definition als Einstieg und schnell wurde klar, dass Social Media eben in aller Munde, eine Beschreibung insbesondere Kunden gegenüber für viele jedoch noch sehr schwierig ist.

Gerne hätte ich Veranstaltung und Diskussion bis zum Ende verfolgt, musste mich aber vorzeitig ausklinken und habe beim Gehen noch kurz auf einen Kommentar von @Jormason mit einer eher provokanten These via Twitter reagiert:

Social Media - viel heiße Luft? Kommt immer darauf an, wer gerade darüber spricht.

Die Quintessenz nach 15 bis 20 Redebeiträgen war für mich in großen Teilen deckungsgleich mit Ergebnissen eines internen Workshops Mitte Januar 2010, bei dem wir uns im 13. Stock die Frage gestellt haben, “Ist Social Media etwas, mit dem Sie sich beschäftigen müssen?” Zielsetzung war, diese Frage Kunden und Interessierten zu deren Zufriedenheit beantworten zu können. Wir stellten fest, um diese Frage beantworten zu können, muss man sich zunächst fragen: “Was ist das eigentlich – Social Media?”

Zwei Grundannahmen liegen der Antwort auf diese Frage zu Grunde. Zum einen ist Social Media eine Entwicklung, dem stetigem Wandel unterworfen. Anders als z.B. das Radio oder der Fernseher ist Social Media keine Erfindung, sondern eine Konsequenz aus der technischen Heranreifung und der damit einhergehenden immer besseren Verfügbarkeit des Internets. Das Internet versetzt erstmal in der Geschichte der Menschheit theoretisch jeden Menschen in die Lage mit einer beliebigen Anzahl anderer Menschen in Echtzeit zu kommunizieren. Zum anderen spiegelt sich in Social Media die Gesellschaft, denn die zunehmende Fragmentierung und Individualisierung der Gesellschaft bildet sich auch in den Portalen und Communities ab, sprich in den Medien, über die Kommunikation von Interessensgemeinschaften stattfindet.

Fazit: Social Media ist mehr als nur heiße Luft, abhängig aber davon, wer gerade drüber spricht.

Wiebke Uhlenbroock schrieb am 21. April 2010 zuEvents, People

re:publica 2010: US-Blogger Jeff Jarvis über Privatsphäre, Öffentlichkeit und … Genitalien

Im Rahmen der re:publica 2010, die vergangene Woche in Berlin stattfand und über 2000 begeisterte Blogger und Social Media-Interessierte in die Hauptstadt lockte, hat mich ein Vortrag besonders fasziniert.

Unter dem vielversprechenden Titel ‘The German Paradox: Privacy, Publicness and Penises’ referierte US-Blogger und Journalist Jeff Jarvis (Autor von ‘What Would Google Do?’) über Privatsphäre und Öffentlichkeit im Internet und das berühmte ‘Messen mit zweierlei Maß’.

Leidenschaftlich erklärte Jarvis, dass er durchaus eine gewisse Ironie in der Tatsache sieht, dass wir Deutschen zwar international dafür bekannt sind, wenig Hemmungen haben, uns in Saunen und an Stränden splitterfasernackt der Öffentlichkeit zu präsentieren, auf der anderen Seite viele fast penibel paranoid den Verlust von Privatsphäre in sozialen Netzwerken und Tools wie ‘Google Streetview’ befürchten. Jarvis selbst sieht einen ungeheuren Nutzen im Öffentlichmachen von Wissen und Informationen, betonte aber auch die Tatsache, dass der User durchaus in der Lage sein muss, den von ihm publizierten Content zu kontrollieren um nicht im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten die Kontrolle über seine Identitäten (online wie auch offline) zu verlieren.

Da schließt sich die Frage an: Was sollte in sozialen Netzwerken eigentlich privat bleiben bzw. wie öffentlich sind Freundesfreunde? Denn: Während bei Weitem nicht alles, was via Facebook & Co kommuniziert wird die Öffentlichkeit tangiert bzw. für jegwege virtuelle Ohren bestimmt ist, gibt es durchaus auch sensible Themen, die auf den ersten Blick privat scheinen, jedoch bei öffentlicher Thematisierung vielen Menschen helfen und langfristig sogar Leben retten können. Jeff Jarvis sprach dabei seine eigene Prostata-Krebserkrankung an, die er bewusst in allen Einzelheiten in seinem Blog thematisiert hatte, um ebenfalls Betroffenen Mut zu machen und für das Thema Krebsvorsorge zu sensibilisieren.

Das Thema lies mich nicht los und während ich mich auf der Bahnfahrt am kommenden Tag mit einem bis dato mir unbekannten Unternehmensberater in leitender Funktion darüber unterhielt, klärte dieser mich auf, dass es bei Vorstellungsgesprächen durchaus Gang und Gebe ist, die Profile der potentiellen neuen Mitarbeiter genau unter die Lupe zu nehmen. “Das gehört schließlich zu meinen Hausaufgaben und hilft mir, vorab eine Einschätzung der Bewerber zu bekommen”, so der Manager.

Eine eindeutige Antwort auf die Frage, wie das ‘German Paradox’ in Zukunft behandelt werden sollte, konnte und wollte Jeff Jarvis mit seinem Vortrag nicht geben, sondern das gebannte Publikum vielmehr zum Nachdenken über eigene Erwartungen und das eigene Networking-Verhalten anregen und dem derzeitigen Privatsphäre-Hype mit der provokanten Gegenfrage entgegenzutreten: Welchen Wert hat Öffentlichkeit für uns?.

So sollte man sich durchaus der Tatsache bewusst sein, dass das Öffentlichmachen von Informationen oftmals zu stärkerer sozialer Interaktion, anregenden Diskussionen über den sprichwörtlichen Tellerrand bzw. die eigene Freundesliste hinaus und so zu interessanten Kontakten führen kann, auf der anderen Seite aber auch unangenehme Fragen im Vorstellungsgespräch wie z.B. ‘Wie war denn die Party letzten Samstag, Herr Müller?’ zur Folge haben könnte. Also: Was tun? Jarvis’ Argumentation folgend müsste die Antwort lauten: Öffentlich kommunizieren und dabei die Kontrolle behalten. Soll heißen: Selbstbewusst die eigene Meinung vertreten, kritisch hinterfragen und öfter mal den Mut haben, Privates öffentlich zu machen.

Schließlich beendete der rhetorisch brilliante Amerikaner seine Präsentation mit einer Einladung, ihm in der Sauna des Hotels Gesellschaft zu leisten und kam dabei mit einem Augenzwinkern auf seine eingangs formulierte provokante Frage zurück: “You have a dick. I have a dick. What’s the big deal?”.

13. Stock schrieb am 3. April 2010 zuEvents, News, Recommended Reading

Startschuss zum WanderCamp 2010

Vor wenigen Wochen traf sich eine Gruppe von Webenthusiasten und diskutierte im Rahmen eines anderen BarCamps in Köln über das Wandern in freier Natur. Das Leben im digitalen Zeitalter zwischen dem festen Arbeitsplatz und dem mobilen Pendant mit iPhone und Laptop im Handgepäck bedeutet letztendlich auch einen Verzicht auf Entspannung und ein wenig Lebensqualität. Als kleine Gruppe waren wir von der Idee begeistert, uns für einige wenige Tage von dem Rest der digitalen Welt abzuschotten und dennoch aktiven Wissensaustausch mit Spaß und Interesse zu verbinden. In weiterführenden Gesprächen kamen wir als diese interessierte Gruppe auf die Idee, ein WanderCamp für andere Webenthusiasten und Social Medianer zu konzipieren und den Event eigenständig zu organisieren. In der letzten Woche konkretisierte sich das Interesse am WanderCamp, so dass wir uns entschieden, endlich Gas zu geben!

Wir freuen uns daher sehr, heute den ersten Startschuss zur weiteren Planung für das erste “WanderCamp 2010″ zu veröffentlichen. Nicht ohne Grund lautet unser Leitmotto für das WanderCamp auch “Entschleunigung 2.0 – Social Media war noch nie so offline“.

Die Organisation des WanderCamp 2010 erfolgt zentral durch Oliver Berger (@OliverBerger), Mike Schnoor (@sichelputzer), Anne Grabs (@annellchen) und das Team vom 13. Stock (@13stock). Weitere potentielle Mithelfer heißen wir herzlich willkommen.

Die Herausforderung besteht nun in der Planung bis zur eigentlichen Durchführung. Wir setzen ganz im Sinne von Social Media auf die Kollaboration und Interaktion mit allen potentiellen Teilnehmern. Wir laden Euch ein, gemeinsam am WanderCamp 2010 zu arbeiten und eure Ideen einzureichen. Dazu haben wir eine Facebook-Fanpage ins Leben gerufen, die in Kürze neben dem üblichen Informationsstreaming um einige Features wie auch das Diskussionsforum erweitert wird. Ein konkreter Termin für das WanderCamp 2010 steht noch nicht fest, aber der Event soll selbstverständlich bei einem wärmeren und besseren Wetter stattfinden, so dass wir den Frühsommer des Jahres bereits im Auge behalten. Nicht zu kalt, aber auch nicht zu heiß.

Dafür suchen wir ebenfalls nach potentiellen Locations in ausgewählten, möglichst zentral liegenden Wanderregionen in Deutschland, z.B. Eifel, Bergisches Land, Harz, Thüringer Wald. Dazu zählen auch Wanderrouten, die verschiedene Schwierigkeitsgrade für Anfänger und fortgeschritte Wanderer entsprechende Anreize geben. Für Vorschläge sind wir sehr offen. Vielen Dank bereits an Christian Schmitz für erste konkrete Ideen für die Eifel-Region.

Die Inhalte des zweitägigen Events möchten wir gerne mit den Teilnehmern gestalten. Ganz offline geht natürlich nicht, aber wir hoffen auf einen gewissen Verzicht seitens der Teilnehmer. Mögliche Themen umfassen: Geocaching-Elemente, GPS-Navigation, Foursquare und Gowalla, Tourguides, Wanderexperten, Wildness-Survival-Tipps, Schnitzen, Bogenschießen, Wanderausrüstung und selbstverständlich Grillen unter freiem Himmel mit saftigen Steaks und frischem Stockbrot.

Wie ihr sehen könnt, ist ein Konzept wie das WanderCamp 2010 nicht ohne Kosten umsetzbar. Für das WanderCamp 2010 suchen wir ab sofort Sponsoren, die uns und die Teilnehmer bei diesem Event unterstützen wollen. Die genauen Details zum Sponsoring werden wir in Kürze bekannt geben, darunter z.B. Busfahrt, Hostel/Hotel/Campingplatz, Catering, Ausrüstung. Selbstverständlich sind alle Ideen, die wir hier zusammengefasst haben, nur der erste Ansatz.

Zum Abschluss die Short-Facts noch einmal auf einen Blick:

Worum geht es?

Wir planen ein Wochenende im Sinne der Netzkultur – aber nicht mit dem Laptop oder MacBook im Gepäck. Wir gehen an die frische Luft mit Wanderstiefeln, wetterfester Kleidung, Rucksack und einem knallharten Wissensaustausch von morgens bis abends über das Wandern, Berge, Seen, Pflanzen, Tiere und das Überleben in der Wildnis.

Wer macht mit?

Jeder, der Lust auf Wandern hat und sich dabei für zwei Tage anderen Themen und Fragen widmen möchte, die er sonst im Alltag ausblenden muss.

Wo finde ich weitere Infos?

Bleibt immer auf dem Laufenden mit aktuellen Neuigkeiten bei Twitter: twitter.com/WanderCamp

Wie mache ich mit?

Gestaltet das WanderCamp über Facebook selbst mit: bit.ly/WanderCamp

Wie lauten die Hashtags?

#WanderCamp oder #WC2010

Wo finde ich das WanderCamp-Logo zum Download?

Das Logo basiert auf dem BarCamp-Logo von SpreadBarCamp und ist unter CC-Lizenz, NC SA 3.0 verwendbar.

Hier gibt es das WanderCamp-Logo als PSD, AI und EPS. Als JPG ist das Logo bei flickr zu finden.

Wer organisiert alles?

Das WanderCamp ist ein gemeinsames Projekt von: Oliver Berger (@OliverBerger), Mike Schnoor (@sichelputzer), Anne Grabs (@annellchen) und dem Team vom 13. Stock (@13stock).

Michael Nordmeyer schrieb am 30. November 2009 zuEvents

TEDx Berlin – 2. Teil

TEDxBerlin 2009 #27

Die für mich erste TEDx ist vorbei. Schön war’s. Wie bei den meisten Konferenzen waren die Gespräche mit anderen Teilnehmern abseits des Programms mindestens genauso interessant, wie der offizielle Teil.

Nur ist bei einer TED-Konferenz der offizielle Teil schon deutlich anders, als alle anderen kommerziellen Konferenzen. Wie ich schon im ersten Teil über die TEDxBerlin schrieb, dient die TED nicht kommerziellen Interessen, sondern getreu ihrem Motto den “Ideas worth spreading”. Innovationen und bahnbrechende Neuerungen, welche die Gesellschaft oder das Denken der Teilnehmer nachhaltig verändern können. Bedeutende Ideen.

Es muss nicht immer Technology, Entertainment und Design (TED) sein. Häufig gibt es auch Redner, die über persönliche Erfahrungen und Gefühle reden, die eben nicht trivial, sondern irgendwie besonders sind. Ganz wie bei Social Media wird auch hier persönliches als Relevant angesehen.

TEDxBerlin 2009 #13

Einige besondere Reden möchte ich hier aus der Masse der interessanten Reden bei TED Global heraus heben:

Die Reden der heutigen TEDxBerlin wurde alle gefilmt und werden demnächst online veröffentlicht werden. Ich fand nicht alle Reden inspirierend, allerdings waren die weniger interessanten keineswegs so uninteressant, als dass ich mich mit anderen Dingen beschäftigt hätte. Meine Favoriten waren David Logan “On Tribal Leadership”, Pattie Maes “Sixth Sense” und insbesondere Hans Rosling “The Best Stats You’ve Ever Seen”. Interessanter Weise die drei TED Talks, die per Video eingespielt wurden und aus dem Fundus der TED Global Conference stammen.

Hans Rosling erzählt in “The Best Stats You’ve Ever Seen” über extrem interessant visualisierte und vor allem animierte Statistiken, wie sich z.B. Gesundheit, Bildung und Reichtum in der Welt in den letzten 50 Jahren bezogen auf Länder und Kontinente verschoben haben. Aber in einer unglaublich lebhaften, lustigen und mitreißenden Art, dass bei so einem Dozenten Statistik zum Lieblingsfach eines jeden Studenten werden würde. Absolute Empfehlung.

Pattie Maes stellt den sechsten Sinn vor. Im Prinzip ein multi-touch Lichttisch ohne Lichttisch. Das Bild wird durch eine vor der Brust hängende Kamera auf jede Oberfläche projiziert. Bedient wird das Ganze mit den Fingern in der Luft, die per Farbmarkierungen durch die vor der Brust hängende Projektions- bzw. Kameraeinheit erfasst werden.

David Logan erleuchtete uns mit “Tribal Leadership” und stellte sehr plastisch die fünf verschiedenen Stufen der Tribes dar, mit denen eine Klassifizierung von menschlichen Verhaltensweisen und Lebenseinstellungen vorgenommen wird. Eine interessante Einordnung vom Gesellschaftsfeind bis zum Weltveränderer.

TEDxBerlin 2009 #21

Für die live gegeben Talks gibt es noch keine Links mit weiteren Infos wie Slides o.ä., nur eine Programmseite bei TEDxBerlin, daher fasse ich die mir am meisten im Gedächtnis geblieben hier zusammen:

Fabian Hemmerts Talk über sich bewegende Handies war witzig und ist technisch bestimmt auch richtungsweisend, allerdings möchte ich kein Handy haben, welches seine physikalische Form verändern kann, um veränderte Zustände anzuzeigen. Interessant wird es für mich beim Bedienen von Geräten im Haushalt, des Autos oder ähnlichem, wo ich mechanische Bewegungen ausführe.

Bernard Lietaer sprach über Währungssystem und die nicht ausgestandene Finanzkrise und die strukturellen Probleme des Finanzsystems, welche er gut illustrieren konnte.

Tim Behnkes Talk “Wie das Internet zur Verbesserung von Lebensbedingungen beiträgt” ist keine Überraschung für Internet-affine Menschen, allerdings war es eine schöne Rede des betterplace-Gründers mit guten Folien. Daher habe ich auch diesen Vortrag als einzigen in unserem Flickr-Account komplett hoch geladen.

Wer einer musikalischen Unterbrechung nicht abgeneigt ist, dem kann ich die Darbietung von Benyamin Nuss empfehlen, der zwei Stücke aus dem Videospiel Final Fantasy auf dem Flügel gespielt hat. Speziell das zweite ist wirklich hörenswert und bietet deutlich mehr, als der wenig Videospiel-affine Mensch erwarten würde. Das Potenzial der Soundtracks aus Final Fantasy lässt sich schon daran erkennen, dass 2004 ausgewählte Soundtracks aus Final Fantasy vollorchestriert in einem Konzert von den Los Angeles Philharmonikern aufgeführt wurden.

Es waren wohl etwas mehr als 250 Teilnehmer anwesend. Eine noch übersichtliche Anzahl von Menschen, was dem Ideenaustausch und Netzwerken zu Gute kam.

Zu guter Letzt hat red onion, die Firma, die die TEDxBerlin im Rahmen der TED-Richtlinien veranstaltet hat, noch bekannt gegeben, dass es eine TEDxHamburg im Mai 2010 geben wird. Als Hamburger höre ich das natürlich sehr gerne.

Würde ich wieder hin gehen? Ja, auf jeden Fall.

Michael Nordmeyer schrieb am 30. November 2009 zuEvents

TEDx Berlin – 1. Teil

Zum ersten Mal gibt es die TED-Konferenz in Deutschland als lokale TEDx in Berlin. Die originalen TED-Global-Konferenzen sind extrem informative und gefragte Events, die Abseits von persönlichen oder beruflichen Interessen dem Verbreiten von innovativen und bahnbrechenden Ideen dienen. Eine einfache Teilnahme durch Kartenkauf ist nicht möglich, es werden vielmehr Einladungen an Personen verschickt, wie es auch bei der normalen TED-Konferenz gemacht wird.

TEDx Berlin

Alle Vorträge werden per Video aufgezeichnet und später online gestellt werden. Inspirierende Vorträge gibt es zuhauf auf TED-Global zu finden. Meine absolute Empfehlung.

Ich werde später etwas mehr von meinen Eindrücken auf dieser interessanten Konferenz schildern, da das übliche mit dem Notebook auf dem Schoß schreiben hier nicht so angemessen ist. Je nach Tweet-Tauglichkeit der Thesen werde ich aber hier und da mal unter @coffemick twittern und es als @13stock retweeten.

TEDx Berlin

Update: TEDxBerlin – 2. Teil