Artikel-Tags: „BarCamp“

Oliver Berger schrieb am 8. Februar 2009 zuEvents

Barcamp Riga 2009 Cartoon

Handgefertigte Zeichnungen zur Darstellung bzw. Dokumentation eines Events zu nutzen ist mir spätestens seit der CeBIT 2007 bekannt, als ich für das Business Network XING vor Ort tätig gewesen bin. Beim Barcamp Riga 2009 allerdings hatten wir keinen “graphical facilitator”, sondern einen jungen Cartoonisten, der dem Thema Unkonferenz/Barcamp mittels seiner Cartoons eine ganz eigene Note verpasste.

Barcamp Riga 2009 Cartoon 11:00

Grand Opening, 11:00 Uhr

Barcamp Riga 2009 Cartoon 12:00

The Commentor, 12:00 Uhr (Sponsor)

Barcamp Riga 2009 Cartoon 14:00

Twitter Session, 14:00 Uhr

Barcamp Riga 2009 Cartoon 15:20

szuku.pl, eine Personensuchmaschine aus Polen, 15:20 Uhr

Die verfügbaren Slides der Präsentationen vom Barcamp Riga 2009 sind übrigens hier auf Slideshare.net zu finden.

Meine Fotos aus Riga sind via http://tr.im/rigapics auf flickr zu finden.

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Oliver Berger schrieb am 7. Februar 2009 zuEvents

Barcamp Riga – erste Eindrücke aus dem Baltikum und darüber hinaus

Barcamp Riga 2009 _48

War ich mir gestern noch nicht ganz sicher, ob der gewählte Titel “Social Media aus einer anderen Perspektive” auch zutreffend sein wird – heute bin ich es. Doch zuerst ein paar administrative Dinge und Erfahrungen, die ich nun -insbesondere bei größeren Konferenzen- schon öfter machen durfte.

Bei mehr als 800 Teilnehmern aus mehreren dutzend Ländern, die teilweise Strecken von gut 20.000 km zurücklegen, um an der Unkonferenz teilzunehmen, empfiehlt sich eine Pre-Conference. Somit konnten wir bereits am Freitag den größten Teil der Teilnehmer registrieren und den Barcamp-Neulingen den Ablauf der nächsten zwei Tage erklären.

Damit sich die Kommunikation sowohl unter den Teilnehmern als auch zwischen Orga und Teilnehmern einfacher gestaltet, haben sich eine Reihe von lettischen Unternehmen bereit erklärt, das Barcamp mit Kommunikationsdienstleistungen zu unterstützen. So lag dem Welcomepack eine prepaid SIM-Karte des lettischen Providers Amigo bei, die ohne weitere Registrierung aktiviert und sofort genutzt werden konnte. In 2008 war TOXIC Partner des Barcamps in Riga und stellte ebenfalls eine SIM-Karte, die ich noch heute nutze. Sollte man mich in den nächsten Tage in Riga erreichen wollen, dann bitte unter +371 275 51516.

SIM: Amigo und TOXIC

Darüber hinaus ist es gelungen, lattelecom als Sponsor zu gewinnen. lattelecom unterhält in Riga ein flächendeckendes WLAN, das nahezu die gesamte Stadt und jedes öffentliche Gebäude abdeckt. Für den Zeitraum vom 06. bis zum 13. Februar 2009 hat lattelecom nun den speziellen Benutzer”barcamplv” für Besucher des Barcamps eingerichtet, so dass man sich unter Angabe von “wifi” als Passwort überall in Riga kostenfrei in das verfügbare WLAN einloggen kann.

Kommunikation wird also groß geschrieben beim Barcamp Riga und die örtlichen Unternehmen haben längst den Wert und vor allem die Reichweite der Veranstaltung erkannt und unterstützen diese somit auf breiter Basis. Alle Sponsoren finden sich natürlich auch online und in der Sidebar der Barcamp.lv Website.

Insbesondere auch die Kommunikation unter den Teilnehmern macht diese Unkonferenz besonders. Auf Grund der Tatsache, dass das Social Web in manchen Teilnehmerländern noch kaum eine eigene Infrastruktur besitzt, ist der Bedarf bei diesen besonders groß, entweder andere Social Networks zu nutzen oder aber Know How zu erwerben, um eigene Plattformen zu entwickeln. So hatte ich gestern ein Gespräch mit einer Gruppe junger Wissenschaftler aus Aserbaidschan, die zum Teil für ein Informationsministerium arbeiten und seit 2001 dabei sind, Grundlagen für ein eigenes Social Network zu schaffen. Laut ihren Angaben gibt es in Aserbaidschan derzeit etwas mehr als acht Millionen Einwohner, von denen ca. eine Million regelmäßig das Internet nutzen. Auf Grund des fehlenden eigenen Social Networks weichen die Nutzer auf Facebook, MySpace und hi5 (in absteigender Relevanz) aus. Dies ist ein in vielen Ländern Zentralasiens zu beobachtendes Phänomen und gerade auch aus der Sicht euroäpäischer Unternehmen interessant. Wer heute dorthin Know How exportiert und beim Aufbau einer Infrastruktur für das Social Web hilft, festigt auf lange Sicht neue Absatzmärkte und gewinnt Zielgruppen hinzu. Da dieses Thema für einen Rückblick zu komplex ist, werde ich mich diesem später noch einmal widmen.

Weitere Fotos vom Barcamp Riga 2009 finden sich übrigens auch dieses Mal wieder in unserem flickr-Stream.

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Oliver Berger schrieb am 6. Februar 2009 zuEvents

Social Media aus einer anderen Perspektive – Barcamp Riga 2009

Der Himmel über Berlin färbt sich langsam in ein morgendliches Rot und während ich in Berlin Tegel auf meinen Flug nach Riga zum Barcamp warte, nutze ich die Zeit für einen Feldversuch: Ich schreibe diesen Eintrag auf meinem Nokia E71, also mobil.

Wie schon im vergangenen Jahr bin ich auf dem Weg zur größten Unkonferenz zu den Themen Web 2.0, Social Media und Social Networks im Baltikum. Und wenn das noch nicht Grund genug wäre, ist Riga eine faszinierende Stadt und alleine deshalb einen Besuch wert. Bei dem vollen (Rahmen)Programm des Barcamp.lv ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass ich viel Zeit für die Stadt haben werde.

Für aktuelle Infos zur Unkonferenz und dem Schedule empfehle ich, mir unter OliverBerger oder der @balticsbubble zu folgen.

Tägliche Berichte zu den Themen Social Media und Web/Enterprise 2.0 inkl. Anwendungsbeispielen aus dem ost-europäischen Raum wird es auch hier im Blog geben.

Oh … Boarding beginnt.

Update: Nachdem ich gut in Riga angekommen bin und am Veranstaltungsort, dem Reval Hotel Riga, eingetroffen bin, habe ich eben die Links im Beitrag ergänzt, das ging im ersten Feldversuch via Handy schief.

Auf dem selben Flug von Berlin TXL nach Riga waren übrigens auch noch Gernot, Anne, Ulrich und Oliver.

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Oliver Berger schrieb am 30. Januar 2009 zuEvents, Online Trends, User Generated Content

radiocamp09 – Ein Juwel in der BarCamp-Landschaft

Barcamper, Podcaster, Mitarbeiter etablierter (also oft 1.0) Rundfunkanstalten und -sender sowie Interessierte an den Themen Audio 2.0, (Live) Streaming und Music on Demand trafen sich heute in Hamburg zum radiocamp09, welches in der Hamburg Media School eine schöne, wenn auch von der Temperatur her etwas kühle, Heimat gefunden hat.

Gleich bei der Registrierung hat mir gut gefallen, dass ich direkt gefragt wurde, ob ich auch zur Abendveranstaltung in der Hamburger Botschaft kommen möchte. Als ich dies bejahte, gab man mir so ein verstellbares Band fürs Handgelenk, mit dem ich dann später Zutritt erhalten sollte. Das hat mir insofern gut gefallen, als dass mit dieser Methode die No-Show Rate auf solchen Veranstaltungen drastisch gesenkt werden kann, da halt nur die Leute auch eingeplant werden, die am Veranstaltungstag vor Ort sind und ihren Willen zur Teilnahme bekunden.

radiocamp09 _1

Auf dem Sessiontable waren sämtliche Themen zu finden, die ich im Umfeld von Webradio erwartet hätte: Vermarktungsstrategien, Radio und Urheberrecht, Regulierung und Lizenzen, Radiomoderator 2.0, Webradio in der Praxis und Podcasting. Aber auch Themen wie Microblogging (als Rückkanal für Live-Moderationen), Metadaten und Social Media Marketing standen auf dem Programm.

Sämtliche Sessions, an denen ich teilgenommen habe (u.a. Podcasting – Krise oder Durchbruch und Audio 2.0), waren neben mir vor allem von interessierten Teilnehmer besucht, die sich den ganzen Tag über aktiv und kritisch eingebracht haben – dies hat das radiocamp für mich enorm wertvoll gemacht, da ich dieses starke Involvieren der Teilnehmer bei anderen Barcamps oft vermisst habe. Ebenso dazu beigetragen haben die jeweils eingeladenen Experten, welche die Podien besetzt hatten (siehe Fotos).

radiocamp09 _02

radiocamp09 _1

Ein Erklärungsversuch für die intensive und oft kontroverse Beteiligung, der im Gespräch mit anderen Teilnehmern Form angenommen hat, ist, dass gerade die eher klassischen Vertreter des Hörfunks Angst um ihre Pfründe und Zukunft haben, da auch sie ganz klar den Trend zu Audio 2.0, User Generated Content (UGC) und (Live)Streaming von Audioangeboten erkannt haben, aber oftmals auf Grund ihrer Strukturen diese Trends nicht unmittelbar bedienen können und dadurch befürchten, den Anschluss zu verpassen.

Erfreulich war auch, dass ich feststellen durfte, dass das Thema “Genehmigungspflicht von Streamingangeboten”, zu dem die AG Social Media wie berichtet eine virtuelle Podiumsdiskussion am 04. Februar in der Zeit von 18:00 bis 19:30 Uhr veranstaltet, in der Session Regulierung/Lizenzierung von Dr. Martin Bahr inhaltlich thematisiert wurde. Wer möchte, kann sich an der Diskussion nächste Woche via make.tv beteiligen, die der AG Social Media ihre Plattform zur Verfügung stellen.

Auch das WLAN, sonst oftmals Quell ständigen Ärgers auf Unkonferenzen, war dank der technisch kompetenten Unterstützung von Christian Rasch von kurzzz.de durchgehend verfügbar und zu keinem Zeitpunkt an seine Leistungsgrenze gekommen. Vielen Dank dafür.

Ein längerer und ausführlicherer Bericht folgt ggf. zu einem späteren Zeitpunnkt – jetzt mache ich mich erst einmal auf in die Hamburger Botschaft zur Afterparty des aus meiner Sicht sehr erfolgreichen radiocamp09.

In unserem flickr-Stream gibt es übrigens auch Fotos vom radiocamp09.

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