Artikel-Tags: „Conference Hopping“

Michael Nordmeyer schrieb am 2. April 2009 zuEvents

Conference Hopping Tag 07: Berlin

Der zweite Tag der re:publica’09 neigt sich dem Ende zu. Und er war schön.

Die von mir besuchten Sessions waren in meinen Augen deutlich inhaltsstärker, als die vom ersten Tag. Es tat der Konferenz gut, dass gegen Mittag vom optisch schönen Friedrichstadtpalast in die Kalkscheune gewechselt wurde.

Impressionen vom Friedrichstadtpalast Der Friedrichstadtpalast von innen

Ein paar Teilnehmer standen zwar etwas verwirrt zur Mittagszeit vor den dann schon verschlossenen Türen des Palastes, was sich dann aber schnell geklärt hat. Die kleinere Kalkscheune mit den vielen Räumen bietet besonders durch den zentralen Hauptraum und den angeschlossen offenen Garten ein dem Zusammenkommen der Teilnehmer wesentlich zuträglicheren Rahmen, ohne dass sich alles verläuft.

Nachdem ich mich mit einem durchschnittlichen Vortrag “Widgets vs. Security”, der die verschiedenen Widget-Systeme unter Windows bezüglich ihrer Missbrauchs-Sicherheit durch Dritte beinhaltete, aufgewärmt hatte, kam der erste inhaltlich wirklich gute Vortrag: “Blogging in Africa”. Geraldine de Bastion und Andrea Goetzke stellten diverse afrikanische Plattformen und Bewegungen vor, die mit modernsten Technologien auf Afrika zugeschnittene Dienste und Nachrichten anbieten:

  • Afrigator, ein News- und Blog-Aggregator
  • Global Voices, eine redaktionell erstellte Blogging-Newssite mit über 150 aktiven Authoren und Übersetzern
  • Kelele, die Afrikanische Blogger-Konferenz

Das Beste war allerdings Ushahidi: Crowdsourcing Crisis Information. Mit dieser Anwendung können negative Vorkommnisse in eine interaktive Karte à la Google Maps eingetragen werden. Die Berichte können per Mobile, E-Mail oder Web an Ushahidi verschickt werden. Großartige Umsetzung. Eingesetzt wurde das System für z.B. Kenia, Süd-Afrika, Kongo oder auch im Gaza-Streifen. Eine Information noch nebenbei: es gibt ungefähr 800 Blogger in Kenia.

Leider ist der Vortrag zur News-Aggregierung mit Rivva von Frank Westphal wegen Krankheit ausgefallen. Das fand ich besonders schade, da ich wegen paralleler Sessions so manche nicht sehen konnte und gerade zu diesem Zeitpunkt keine andere interessante lief.

Die von vielen als Session-Highlight empfundenen Session von Lawrence LessigRemix” entsprach den Erwartungen und war wie gewohnt sehr spannend und inspirierend. Ich mag seinen Vortragsstil und spezielle seine Folien sehr gern. Eine wunderbare Darlegung seiner Thesen zum Thema Copyright: Jede Nutzung von Internetinhalten erzeugt eine Kopie; Copyrightgesetze sind aus diesem Grund zumindest für Amateure obsolet.

Obwohl die Session für mich heute deutlich interessanter waren, sind die Gespräche, die außerhalb der Session geführt werden, immer noch das Interessanteste auf Konferenzen. Wenn es dann noch interessante Sessions gibt, werden die folgenden Gespräche noch spannender. Ich hoffe, dass es morgen genauso so schön weiter geht, wie der Tag heute endete.

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Oliver Berger schrieb am 2. April 2009 zuEvents

Conference Hopping Tag 06: Berlin

re:publica 09 _01

Tag 06 des Conference Hopping sollte eigentlich ganz im Zeichen der re:publica’09 stehen. Doch der geneigte Leser unseres Blogs hat sicher schon festgestellt, dass in unserer Berichterstattung (bislang) Tag 05 fehlt. Michael und ich hatten für gestern um 21:10 Uhr einen Flug von Paris nach Berlin gebucht. Den ganzen Tag über auf der Marketing 2.0 Conference haben wir mit anderen über die bevorstehende Rückreise, die re:publica von Mittwoch bis Freitag und das zurückliegende Barcamp London gesprochen. Die bevorstehende Rückreise. Wie auch die Ankunft in Paris am Flughafen Charles de Gaulle (CDG) sollte natürlich auch die Rückreise auf gleiche Art und Weise vor sich gehen.

Paris – Berlin oder Wir fliegen gar nicht ab CDG?

Als wir dann im RER (B) nach CDG einen Blick auf unsere Tickets geworfen haben, wurde uns schnell klar, dass wir, bzw. EasyJet, gar nicht von CDG nach Berlin fliegt. Die Flüge gehen ab Paris Orly. Als wir das festgestellt haben, war es aber für eine rechtzeitige Ankunft dort schon zu spät und so sind wir bis CDG gefahren, dort angekommen als anderenorts unser Flieger nach Berlin abhob und dann sind wir wieder in die Innenstadt von Paris zurück. Zum Gare du Nord.

Unterwegs haben wir ein paar kurze Hilferufe per Twitter abgesetzt und Dank der schnellen Hilfe anderer Twitternutzer (@cyliax, @saxotom, @gibro, @miss_z, @warpx et al.) eine gute Auswahl an Hotels nahe des Gare du Nord und auch sonstige Tipps bekommen, was wir nun tun könnten. Also haben wir ein Hotel bezogen, ein Internet-Cafe gesucht, da das versprochene WLAN im Hotel leider nicht bis in den 7. Stock reichte und sich auch sonst als unzuverlässig erwiesen hat, und dort zwei Tickets für den ersten Flug am Mittwoch Morgen nach Berlin gebucht. Fast hätten wir diese dann nicht mehr drucken können, da das Cafe kurz nach unserer Ankunft dort schließen wollte … aber wir haben Glück gehabt. Und hätte dies nicht geklappt, so hätten wir uns die Tickets als PDF von unserem eigenen SipGate Webfax Anschluss in unser Hotel faxen lassen (vielen Dank an Reiner/@warpx für die Idee).

Also sind wir um 05 Uhr aufgestanden, haben ein Taxi zum Flughafen (Orly) genommen und sind dann rechtzeitig dort angekommen, haben eingecheckt und sind bis zum Gate 16 vorgedrungen. Die Maschine war bereits gelandet und in Parkposition, da hieß es plötzlich via Lautsprecherdurchsage, “Der Abflug .. von Flug Nummer .. von Paris nach Berlin .. verspätet sich wegen eines Streiks der Tankgesellschaften um unbestimmte Zeit.” Wir wollten doch zur re:publica. Nach einigem Warten dann das GO und wir konnten das Flugzeug boarden. Nach weiteren zwei Stunden des Wartens an Bord (ohne Getränke oder Entschuldigung seitens EasyJet – auch hier völliger #fail) sind wir dann ca. um die Uhrzeit gestartet, als wir eigentlich in Berlin ankommen wollten.

In Berlin angekommen haben wir uns dann am Hauptbahnhof getrennt. Michael ist direkt zur re:publica gefahren und ich habe noch gut vier Stunden in der DB-Lounge am Hauptbahnhof in Berlin die Mails der letzten 2,5 Tage beantwortet. Denn WLAN gab es in Paris ja auch nicht wirklich.

Alles in allem stellen wir nach sechs Tagen Conference Hopping fest, dass es doch enorm anstrengend, wenn auch lohnend, ist, eine ganze Reihe Konferenzen direkt ohne Pause dazwischen zu besuchen.

Fazit am ersten Tag der re:publica’09

Glücklicherweise kam uns die re:publica’09 dann heute mit einem sehr seichten Programm entgegen, das durchgängig von allen Teilnehmern, mit denen wir im Laufe des Tages sprechen konnten, als größtenteils oberflächlich bezeichnet wurde. Natürlich gab es auch hier Ausnahmen, z.B. die spannenden Visualisierungen von John Kelly in seinem Vortrag “Mapping the global blogosphere”.

Ansonsten waren sich die meisten darin einig, dass der heutige Tag gut genug war, um sich des warmen Berliner Sonnenscheins auf der Freitreppe vor dem Friedrichstadtpalast zu erfreuen und sich einfach miteinander zu unterhalten.

re:publica 09 _07 re:publica 09 _06
re:publica 09 _09 re:publica 09 _05

Wie schon auf dem Barcamp London 6 festgestellt, “Barcamp (and other conferences) is not about sessions or even the grid – it’s about meeting people converging on space and time.” Dies galt in verstärktem Maße auch heute für die re:publica.

Mittwoch wird es dann in jedem Fall spannend, denn am Mittag gegen 12:00 Uhr treffen wir uns mit anderen Interessierten, um darüber zu entscheiden, wie, wann und ob das Social Media Camp in diesem Jahr stattfinden soll. Jeder an Social Media Interessierte ist eingeladen, dabei zu sein.

Weitere Fotos von der re:publica finden sich im Album “re:publica 09″ wie üblich im flickr-Stream des 13. Stocks.

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Oliver Berger schrieb am 30. März 2009 zuEvents, Word of Mouth Marketing

Conference Hopping Tag 04: Paris

Am vierten Tag unseres Konferenzmarathons (Barcamp London 6, IWOMC, re:publica 09) sind wir in Paris bei der Marketing 2.0 Konferenz IWOMC.

Da die Betreiber der Location, der ESCP-EAP (European School of Commerce and Management Paris), es leider bislang nicht sicherstellen können, ein funktionierendes WLANEs gibt hier kein WLAN. Auf einer 2.0 Konferenz zum Thema Social Media. #epicFail

Aus diesem Grund, und da wir zu zweit unterwegs vor Ort sind, konnten wir uns intensiv mit den Vorträgen auseinandersetzen. So haben wir neben etlichen Seiten an Notizen und vielen Fotos auch ein paar Videos aufnehmen können. Nachdem ich die ersten davon geschnitten habe, verknüpfe ich diese mit einem kurzen Bericht über den sehr informativen und gut dargebrachten Teilvortrag von Richard Owen (Satmetrix) zum Thema:

Why Is Social Media so important for Brands?

Gemeinsam mit Conny Kalcher von LEGO und moderiert von Greg Pouy von Vanksen hat Richard Owen lebendig und nicht ohne einen gewissen Wortwitz erst einmal die derzeitige Situation in der Werbewelt skizziert.

Im nächsten Zug widmet er sich der Frage, wie Unternehmen heute mittels Web 2.0 Diensten die Bindung an ihre Kunden erhöhen können und welche Veränderungen dafür auf Unternehmensseite notwendig sind.

Seine Antwort auf diese Frage beschreibt er mit dem Terminus “Co-Innovation”. Co-Innovation (und damit der Dialog mit den Kunden) ist notwendig, um nicht nur immer bessere Produkte und Dienste zu entwickeln, sondern um den Verbraucher/Endkunden in den Prozess der Entwicklung schon in einem frühen Stadium einzubinden.

Eric Clernons, Professor of Operations and Information Management and Management an der Wharton Universität in Pennsylvania, hat mit der Behauptung, “Advertising is defunct as business model” nicht nur in seinem Umfeld für Wirbel gesorgt. Richard Owen greift dieses pointiert auf.

Zum Abschluß seines Vortrags geht Owen noch einmal auf die Zusammenhänge von Word of Mouth (WOM) und dem rasanten Wachstum des Internets ein. Seinen Quellen nach ist WOM neun mal stärker in Bezug auf Glaubwürdigkeit der Information zu sehen als jede andere Werbeform.

Am Ende dieses Beitrags über nur einen Vortrag der IWOMC möchte ich anmerken, dass mir die Zeit fehlt, über jeden der anderen spannenden Vorträge in gleicher Art und Weise zu berichten.

Ich bin mir sicher, dass sämtliche Vorträge und Panels auch später vom Veranstalter in Bild und Ton veröffentlicht werden und weise auf das als PDF vorliegende Conference Program der IWOMC hin. Wer mehr Infos zu einer der dort genannten Vorträge haben möchte, der kann hier gerne seinen Kommentar hinterlassen. Gleiches gilt für Fragen an die Speaker. Wir werden gerne versuchen, möglichst viele Inhalte der Konferenz zu dokumentieren und online zu stellen und sind dabei auf das Feedback und den Input unserer Leser angewiesen.

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Oliver Berger schrieb am 30. März 2009 zuEvents, People

Conference Hopping Tag 03: London

Mittlerweile sind Michael und ich in Paris angekommen und bei der Marketing 2.0 Conference IWOMC, zu der ich gleich noch berichten werde. Zuerst aber noch ein kurzer Rückblick auf das Barcamp London 6, welches Sonntag vergleichsweise früh zu Ende ging.

Der Sessiontable hat sich über den Tag immer mal wieder verändert und es kamen einige neue Sessions hinzu und andere entfielen. Für mich hat das keinen Unterschied gemacht, da ich den Sonntag dazu nutzen konnte, intensive Gespräche mit anderen Teilnehmern zu führen. Einem dieser Teilnehmer, Amir Amirani, möchte ich nun gerne kurz vorstellen.

Amir Amirani ist ein erfolgreicher Regisseur und Filmemacher, den das Barcamp Orga Team für eine Dokumentation über diese spezielle Unkonferenz und das Thema Unkonferenzen im Allgemeinen gewinnen konnte. Auf seiner Website Amirani Films ist ein beachtliches Repertoire an Videobeiträgen zu finden, die eine große Bandbreite an Themengebieten bedienen: Von Dokumentarfilmen über Wissenschaft, Musik und Kunst bis hin zu Commercials, Firmenporträts und Imagefilmen haben Amir und sein Bruder bereits alles vor die Kamera bekommen und professionell aufbereitet.

Besonders interessant für den 13. Stock macht ihn aber sein Wunsch, eine Art “Social Hub” für Medienschaffende aller Art in London auf Basis einer Communitysoftware zu gründen. Wir haben Amir zugesagt, ihn dabei nach Kräften zu unterstützen und werden fortlaufend über dieses Projekt berichten.

Erwähnenswert, weil sicher ein neuer Trend im Bereich Social Networking, ist, das Florian Greiner (@greinr), möglicherweise das (oder den?) erste/n Poken ins Vereinigte Königreich gebracht hat. Florian kam am Samstag direkt vom Barcamp Ruhr2 aus Essen, bei dem Poken wohl eine größere Rolle gespielt hat (Twittersuche nach #Poken und #bcruhr).

Bis wir auch ein Poken haben, wird es wohl noch bis Mittwoch zur re:publica dauern, aber dann werden wir auch etwas genauer darüber berichten. Für heute schließen wir das Thema mit folgendem Foto vorerst ab.

Barcamp London 6 _70

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Oliver Berger schrieb am 28. März 2009 zuEvents

Conference Hopping Tag 02: London

Der Veranstaltungsort. The guardian. The Observer.

Barcamp London 6 _01

Ich habe ja gestern schon darüber geschrieben: In Deutschland ist es zwar (glücklicherweise) nicht mehr unüblich, dass ein (großes) Unternehmen seine Büroräume für eine (Un)Konferenz zur Verfügung stellt, die just frisch bezogenen Räumlichkeiten der Tageszeitungen “The guardian” und “The Observer” haben aber noch eine andere Qualität. Im Herzen Londons, nicht unweit der Station King’s Cross gelegen, residiert man hier auf mehreren lichtdurchfluteten Ebenen, die ein riesiges Atrium umschließen. Eine ganze Etage mit mehreren hundert Quadratmetern Loungefläche und mehr als einem halben dutzend Konferenzräumen laden nicht nur zum Verweilen ein, sondern hier macht auch das Arbeiten Spaß.

Opening Doors

Als kurzer Einstieg in den heutigen Tag ein kurzes Video aus der Empfangshalle, kurz bevor mit der Registrierung der Teilnehmer begonnen wurde.

Sessions beim Barcamp London 6

War der Sessiontable am Vormittag noch jungfräulich und unbenutzt, füllte sich dieser doch innerhalb kürzester Zeit mit zum Teil spannenden bis obskuren Themen wie “Reading Everyone’s Deleted Tweets”, “Location Aware iPhone App”, “How to monetize Twitter, facebook, etc.”, “Journalism without Journalists” oder “Hacking with IKEA” und “Let’s talk about sex.”

Barcamp London 6 _06 Barcamp London 6 _

Unabhängig von den angebotenen Sessions ist ein Barcamp für mich immer wieder gerade auch deshalb interessant, weil das Format Unkonferenz eine große Anzahl Experten mit Spezialwissen anzieht und diese im Verlauf der Konferenz alle an einem Ort verweilen und für Gespräche offen und zu haben sind. Neben der Teilnahme an für mich relevanten Sessions sind es gerade diese Gespräche mit Experten, die insbesondere Barcamps im Ausland für mich und für unsere Firma interessant machen. So hatte ich heute u.a. die Gelegenheit, ein längeres und enorm interessantes Gespräch mit Andy Mitchell, dem Gründer von GTDInbox, zu führen, bei dem es vornehmlich darum ging, wie er sein Unternehmen mit einer aktiven Userzahl von 20.000 Usern für größere Partner interessant machen könnte.

Aus dem Sessiontable habe ich mir “The Data Debate”, “The Guardian API”, “Reading Everyone’s Deleted Tweets” und “Intermediate to advanced CSS markup” herausgesucht und dann auch daran teilgenommen.

“The Data Debate” versuchte, einen guten Überblick über die frei verfügbaren Datenbanken in UK zu geben.

“Reading Everyone’s Deleted Tweets” von Tom Scott handelte von Tweleted, einem von ihm selbstentwickelten Twitter-Mashup, mit dem man aus der Datenbank gelöschte Tweets heraussuchen und anzeigen lassen kann. Spannende Sache, die den anwesenden Twitterati z.B. auch den Unterschied zwischen API und Firehose anschaulich verdeutlichen konnte. Während man via API auf die Live-Datenbank von Twitter zugreifen kann, enthält der XMPP Datenstrom der Firehose auch die bereits aus der Datenbank gelöschten Tweets. Durch einen Abgleich beider Ergebnislisten lassen sich so nur die gelöschten Tweets eines bestimmten Users anzeigen. Einfach mal ausprobieren …

Für den 13. Stock besonders spannend war “The Guardian API”, in der uns das für den Guardian entwickelte CMS vorgestellt und dessen Funktionsweise erklärt wurde.

Barcamp London 6 _31 Barcamp London 6 _32

“The guardian” basiert auf einer tag-driven Engine, die allein über Verschlagwortung der Inhalte eine Navigation durch den Inhalt erlaubt. Auch Suchanfragen mit mehreren Operanden (z.B. Obama und vor 2007) können problemlos abgefragt werden. Ebenfalls vorgestellt in diesem Zusammenhang wurde “The DATA STORE – Facts you can use” des Guardian. Hierbei handelt es sich um ein Mashup mit Google Docs, welches den Usern der Plattform in großem Umfang Daten in Tabellenform zur Verfügung stellt.

Kleine Anekdote am Rande: Bei dem Datenblatt über den britischen Staatshaushalt, an dem Mitarbeiter des Guardian wochenlang gearbeitet haben, handelt es sich um eine so genaue Aufstellung, dass sich nach der Veröffentlichung sogar staatliche Stellen beim Guardian gemeldet haben und zugeben mussten, dass selbst ihre eigenen Quellen nicht so genau sind.

Barcamp London 6 – Der Film

Ein professionelles Filmteam begleitet das Barcamp London 6 und dokumentiert Sessions, Ablauf, Orga, Prozesse und Rahmenprogramm. Erfreulicherweise wurde auch ich interviewt und konnte von verschiedenen Erfahrungen, u.a. vom Barcamp Riga 2009, berichten, welches ich im Februar diesen Jahres besuchen konnte.

Sobald das Filmmaterial zur Verfügung steht und online ist, werden wir es natürlich auch entsprechend verlinken.

Fotos und Videos vom Barcamp

Sämtliche Fotos der Unkonferenz sind mit BCL6 oder BarcampLondon getagged und lassen sich unter diesen Schlagworten z.B. auf flickr finden. Auch unsere eigenen Fotos finden sich wieder im flickr-Stream des 13. Stocks.

Gleiches gilt für Videos. Unsere Videos vom Barcamp London 6 finden sich in unserem Youtube Kanal. Sehenswert ist vor allem der kurze Clip mit Tom Scott (s.o.), der live einen Mitarbeiter von Channel5 aus den USA anruft, welcher ihm wiederholt und auf besonders perfide Weise E-Mail SPAM geschickt hat.

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Oliver Berger schrieb am 27. März 2009 zuEvents, Social Media Index

Conference Hopping Tag 01: London

Zum Auftakt einer spannenden Woche vollgepackt mit (internationalen) Konferenzen sind Michael (@coffeemick) und ich (@OliverBerger) heute nach London aufgebrochen, wo ab morgen das Barcamp London 6 (#bcl6) beim “The Guardian” stattfinden wird.

Wie auch schon 2007, als das Barcamp London bei Google nahe der Victoria Station stattfand, gibt es dieses Mal wieder die Möglichkeit, echtes Campfeeling aufkommen zu lassen. Anders nämlich als bei den Unkonferenzen in Deutschland, bei denen wir (subsumiert hier die Web 2.0 Szene und deren unscharfe Randgruppen) als Gäste großer Unternehmen (z.B. Sun in München 2008, Otto in Hamburg 2008) den Veranstaltungsort zum Abend wieder verlassen mussten, haben wir hier beim Barcamp London die Möglichkeit, gemeinsam mit den anderen Barcampern am Veranstaltungsort zu übernachten. Dies gibt einem die Möglichkeit, andere Teilnehmer auch mal ganz anders kennenzulernen und vor allem interessante Themen bei Bedarf bis spät in die Nacht zu diskutieren, ohne an eine zeitliche Deadline gebunden zu sein. Hat so was von Lagerfeuerromantik. Nur ohne Feuer und ohne Romantik.

Immer wieder faszinierend ist auch die hohe Attraktivität dieser Londoner Unkonferenz für speziell Teilnehmer aus Deutschland. Neben uns beiden vom 13. Stock nehmen am #bcl6 auch wieder Vivian Pein (@zeniscalm), Florian Greiner (@greinr) und sicher noch ein paar andere bekannte Gesichter teil. Fast habe ich das Gefühl, einige der deutschen Teilnehmer öfter im Ausland auf Konferenzen zu treffen als in Deutschland selbst.

Faszination Barcamp

Diese Faszination erklärt sich allerdings recht schnell, wenn man mal selber auf einem Barcamp im Ausland gewesen ist. Der Input, den man von dort mit nach Hause nimmt und in die eigene Szene tragen oder in seine tägliche Arbeit einbringen kann, ist einfach enorm. Keine andere Konferenzform ermöglicht derzeit eine so hohe Durchdringung der Teilnehmer mit neuem (Spezial)Wissen in so kurzer Zeit, welches noch dazu praxisnah, anwenderorientiert und ganz barcamp-style dialogisch vermittelt wird. Andererseits entstehen im Moment auch in Deutschland neue Konferenzformate, Mischformen wie das remixcamp 09 oder Open Space Events bei großen Unternehmen, die Potential haben, einen ähnlichen Impact auf die Szene und darüer hinaus zu haben.

Der Vollständigkeit halber muss ich erwähnen, dass die Barcamps in Deutschland selber natürlich die gleichen Qualitäten haben, nur der Fokus eben ein anderer ist, wenn man selber viel in diesem Metier unterwegs ist. Auch und vielleicht gerade das zeitgleich mit dem Barcamp London stattfindende Barcamp Ruhr 2 (#bcruhr2) im Essener Unperfekthaus erlaubt ebenso die Übernachtung vor Ort und ist sicherlich eine brilliante Veranstaltung. Der Fokus hier allerdings vermutlich eher lokal bzw. regional.

Sessionvorschlag: Kennzahlen für Social Media im Internationalen Vergleich

In den letzten Tagen und Wochen hat uns neben den Kundenprojekten kaum ein Thema so umgetrieben wie das Thema “Kennzahlen und Relevanzmaße für Social Media”.

Da wir (@13stock) vor kurzem ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziertes Programm von der Universität Hamburg vorgestellt bekommen haben und diese uns darin den Lead angeboten hat, haben wir viel Energie und Zeit in dieses Thema investiert und uns öffentlich (u.a. beim Social Media Club Hamburg) Partner gesucht, mit denen wir diese Kennzahlen zu einer Vor-Norm entwickeln und so gemeinsam Möglichkeiten schaffen wollen, Social Media Marketing messbar und besser vorhersagbar zu machen. Zu diesem Thema wird es in Zukunft einiges mehr hier im Blog und vor allem auch auf einer speziellen Plattform zu lesen geben, die wir mit unseren Partnern eigens zu diesem Zweck aufsetzen. Hintergrund ist einfach, dass wir der Ansicht sind, so ein großes Projekt kann nicht einer Agentur “gehören” und darf auch nicht nur mit ein paar Menschen in Verbindung gebracht werden. Vielmehr sollten sich alle daran beteiligen können, ganz im Sinne des “share” Gedankens.

Um den Bogen zurück zum #bcl6 zu schlagen: Wir haben uns gedacht, wir halten eine Session, in der wir den bisherigen Stand der Forschung zum Thema “Kennzahlen und Relevanzmaße für Social Media” vorstellen und dann in einen Dialog treten und mit den anderen versuchen herauszuarbeiten, auf welche Art und Weise man sich dieser Thematik in UK nähert.

In diesem Sinne: Stay tuned and follow @13stock at twitter.com.

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