Artikel-Tags: „SFNTC-inside“

Stephan Chrzescinski schrieb am 6. Juli 2009 zuEvents, News

Strandaufklaren mit Santa Fe Natural Tobacco Company am Kölner Rheinufer

Menschen fügen sich. In Situationen, in ihr Schicksal – und manchmal auch ein, z. B. in herumliegenden Müll. So lautet jedenfalls eines der Ergebnisse des Strandaufklarens in Köln am 5. Juli. Nach dem Strandaufklaren in Hamburg vergangenes Wochenende ist es die zweite Aktion der Santa Fe Natural Tobacco Company. Teil des Prologs zur Liveschaltung der Community SFNTC-inside, die vom 13. Stock sowohl in technischer und strategischer Hinsicht als auch im Community-Management und bei der Kommunikation betreut wird.

SFNTC_K #01

Willkommen in Köln

Dass am 5. Juli in Köln auch der Christopher-Street-Day gefeiert wird, ist purer Zufall. Aber in der Rheinmetropole ist ja Platz genug für zwei Events. So empfängt man dort die schwullesbische Gesellschaft mit herzlicher Routine. Und uns mit der Mitteilung, wir sollten etwas Platz machen, man wolle schließlich noch zahlende Gäste mitnehmen und „Jeld verdienen”. Der Fährkapitän hat sein Schiff offenbar kleiner in Erinnerung, als es tatsächlich ist, und noch dazu vergessen, dass auch wir nicht kostenlos unterwegs sind.

Unser rechtsrheinischer Arbeitsplatz liegt direkt gegenüber und ist schon an beim Ablegen zu sehen. Nach 10 Minuten Fährenfahrt erreichen wir die andere Uferseite und nehmen am bereit stehenden blauen Natural American Spirit®-Bully (fährt mit Bio-Ethanol) unser Gerät auf: Müllsäcke aus 100 % Regenerat, Arbeitshandschuhe und Müllgreifer (keine Blecheimer diesmal). Eigentlich sollten wir zu diesem Zeitpunkt 41 Personen sein, aber von den 22 angemeldeten Kölnern kommen ganze 7. Vielleicht kennen die anderen diesen Teil des Rheinufers…

SFNTC_K #32

Rheinlichkeit – das h macht den Unterschied

So gibt es heute keine zwei Teams, sondern ein konzentriertes Abschreiten des Rheinufers von den „Rheinterrassen“ flussabwärts. Und dort offenbart sich schnell, dass wir nicht – wie in Hamburg – mit dem Gefühl nach Hause gehen würden, eine Aufgabe erledigt zu haben. Denn, neben den üblichen Papierfetzen und Einmalgrill-Resten finden sich hier zwischen Stein, Sand und Busch vor allem eines: Glasscherben! Je nach Naturell schießen einem Namen wie Sisyphus oder Herkules durch den Kopf. Schnell werden die Müllsäcke schwer, schnell bekommen sie Löcher und müssen ausgetauscht werden. Weit über 50 Stück dieser umweltschonenden Abfallbehälter werden wir am Ende gefüllt haben. Mehr als 3 Kubikmeter Müll, vor allem Scherben, werden einen 700 Meter langen Strandabschnitt verlassen haben. Misstrauisch beobachten uns dabei die lokalen Ausflügler. In ihren Blicken liest man die Fragen nach unserer Herkunft, unserem Arbeitslohn (die auch verbalisiert werden) und – man möchte es zumindest hoffen – auch etwas schlechtes Gewissen.

SFNTC_K #42

Finale – oh oh!

Ganz am Ende unseres Aktionsgebietes haben wir dann doch noch Gelegenheit, eine Müll-Aufgabe endgültig zu lösen: Familien sitzen dort, völlig ungerührt, inmitten der Hinterlassenschaften ihrer Vorgänger: Brik-Tüten, in denen mal (natürlich lieblicher) Rotwein war; Plastikverpackungen von Schweinekoteletts und Sandwiches und was man sonst so lieber liegen lässt. In einer konzertierten Aktion räumen wir all das weg. Man entschließt sich, uns zu ignorieren. Aber zu diesem Zeitpunkt geht es uns sowieso nur noch um den Respekt vor der Natur, so lautet ja auch das übergeordnete Motto unserer Aktion. Der Respekt vor den Menschen ist uns an diesem Tag, zumindest zeitweise, allerdings ein wenig abhanden gekommen.

SFNTC_K #78

Verdient ist gar kein Ausdruck

Das Rahmenprogramm ist, und das war ja schon in Hamburg so, äußerst angenehm – und sooo verdient. Mit erfrischender Bio-Limonade und -Wasser spülen die Aufklarer ihren Scherbenfrust hinunter. Und am Ende herrscht „gefräßige Stille“ als man sich das Bio-Picknick vom BioGourmetClub schmecken lässt. Die Damen vom BioGourmetClub können übrigens nicht nur hervorragend kochen, sie haben auch selbstlos und freiwillig beim Aufklaren geholfen. Musicalsängerin Joana Jähnig und ihr Schwager Michael an der Gitarre, präsentieren ihr sommerlich-leichtes Repertoire, incl. Jason Mrazs „I’m yours”, das schon in Hamburg so gut zur Picknick-Atmosphäre gepasst hat.

Das Wetter hat uns auch diesmal bis zum Schluss verwöhnt. Und so dauert das Picknick auf den Rheinpark-Wiesen noch bis in den Abend. Bei Frisbee, Mikado, Federball, Volleyball, Bio-Bier und -Wein und luftiger Musik. Oliver Berger und ich verlassen gegen 17.30 Uhr die Gesellschaft und treffen auf dem Rückweg tatsächlich noch jemanden, der auf unsere NAS-T-Shirts deutend nach „der Veranstaltung” fragt. Dem Rheinstrand kann er zu dieser Zeit sicher nicht mehr helfen. Fragt sich andererseits, ob das überhaupt einer kann.

Fazit

Vom Müll her deutlich unangenehmer als Övelgönne, prägte die Herausforderung des Kölner Rheinstrandes deutlich die Stimmung innerhalb des Teams. Der Scherbenhaufen schweißte uns zusammen. Es gab trotzige Entschlossenheit angesichts eines übermächtigen Feindes, während in Hamburg eher die Selbstzufriedenheit nach einem – nicht zu schwer errungenen – Sieg herrschte. Interessante Frage an den Psychologen: Was ist für das Team bzw. Community Building wertvoller?
Ich persönlich hatte in Köln eher das Gefühl eines gemeinschaftlichen Erlebnisses. Aber das mag auch daran liegen, dass es für mich schon das zweite Mal war.

Immerhin konnten wir beobachten, dass sich dort, wo wir aufgeräumt hatten, mehr Leute an den Strand legten. Nehmen wir es als verschämtes rheinisches Dankeschön. Und wenn ihr ganz lieb seid, kommen wir ja vielleicht wieder…

Fotos

Fotos vom Rheinufersäubern finden sich unter http://tr.im/rheinufer in unserem flickr-Fotostream.

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Oliver Berger schrieb am 5. Juli 2009 zuEvents

Mit American Spirit nach Köln. Santa Fe macht sauber.

Nach Hamburg, wo wir am letzten Wochenende die Santa Fe Natural Tobacco Company beim “Strandaufklaren” am Elbstrand in Övelgönne begleitet haben, geht es heute in aller Frühe nach Köln, wo es dieses Mal das Rheinufer von den Hinterlassenschaften zwei- und mehrbeiniger Besucher zu säubern gilt.

Gemeinsam mit @chrzescinski mache ich mich gegen 06:30 im ICE auf nach Köln. Wer wissen will, wie es weitergeht, der kann @13stock folgen oder einfach morgen einen kurzen Bericht hier im Blog nachlesen.

Neugierig geworden? Hier gibt es Fotos von der Aktion in Hamburg bei flickr: http://tr.im/strandfotos. Mehr Infos gibt es auf SFNTC-inside und in Kürze hier im Blog.

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Stephan Chrzescinski schrieb am 29. Juni 2009 zuEvents, News

Strandaufklaren mit der Santa Fe Natural Tobacco Company am Hamburger Elbstrand

Menschen die in freier Natur ihren Spaß haben, hinterlassen dabei leider oft Dinge, die anderen den Spaß so richtig verderben können. Und übrigens auch der freien Natur. Die Santa Fe Natural Tobacco Company hat deshalb eine Aktion ins Leben gerufen: Strandaufklaren. Kurz gesagt, geht es dabei um: Viel Müllwegräumen, noch mehr Spaß haben – wohlgemerkt, ohne Müll zu hinterlassen. Dass dabei auch das Müllwegräumen ein guter sauberer Spaß sein kann, bewies die Expedition in den Strandmüll am Hamburger Elbufer. Es ist die erste Aktion von SFNTC-inside, der neuen Community, die in den nächsten Tagen online gehen wird. Sowohl in technischer als auch strategischer Hinsicht betreut der 13. Stock die Community und unterstützt den Kunden Santa Fe Natural Tobacco Company im Community-Management und der Kommunikation.

SFNTC_HH #03

Überseebrücke 2, Gerda 2, 2 Teams

Wir sind rund 25 Strandaufklarer, als wir um zehn nach zwölf an Bord der Barkasse Gerda 2 ablegen und Kurs auf den 25 Schiffsminuten entfernten Fähranleger Övelgönne/Neumühlen nehmen. Während der Fahrt werden zwei Teams gebildet, blau und gelb, die den Strandmüll von zwei Seiten buchstäblich in die Zange nehmen sollen. Gegen diese Strategie würde der Müll keine Chance haben. Treffpunkt ist in der die Mitte des Strandabschnitts. Dort wird es dann das verdiente 100% biologische Picknick geben.

SFNTC_HH #04

Glückliches Övelgönne

In Övelgönne stoßen weitere Aufklarer zu uns. Und: wir bekommen unsere Ausrüstung. Müllsäcke, Blecheimer, Arbeitshandschuhe. Dazu einen Müllgreifarm und Siebe, die einen Hauch von Goldgräberromantik verströmen. Es wird sich herausstellen, dass es am sinnvollsten ist, zu zweit zu gehen. Einer mit Eimer. Der andere mit Müllsack. Beide mit Greifarm. Irgendwann habe ich auch raus, wie man die Greifmechanik bedient, ohne jedes Mal an das Wort Sehnenscheidenentzündung denken zu müssen. Ein rostiger Nagel führt mich mit Aurelie, aus dem NAS-Team, zusammen. Er steckt in einem verkohlten Holzblock und kann mit gemeinsamer Greifarmakrobatik schließlich dem Müllsack zugeführt werden. So etwas verbindet. Gemeinsam befreien wir den Övelgönner Elbstrand von, zugegeben, hauptsächlich Kippen. Dicht gefolgt von den Kronkorken (vornehmlich Astra).

Aurelie meint, man sollte Hamburg einige formschöne große Aschenbecher zum Aufstellen schenken, um der Kippenplage beizukommen.

SFNTC_HH #25

Die Bio-Belohnung

Anderthalb Müllsäcke – mit Kippen, Kronkorken, Scherben, Socken, Kondom- und Gummibärchentüten sowie einem Tampon – sind unsere Ernte als die Aufklarungszeit zu Ende geht. Die Stadtreinigung holt das Ganze ab und wir können uns dem Picknick-Teil des Programms widmen. Das lohnt sich: Couscous, Gazpacho, Rote Grütze, Käse, Brot, Bananen, Ananas-Möhren-Kokos-Weißkohl-Salat… Dazu gibt es Bionade, Bier, Wasser und Wein. Alles bio, lecker und reichlich. Das Schlemmen ist des Entmüllers Lust. Ich überlasse anderen das Federball-, XL-Mikado- oder Mega-Disc-Frisbee-Spielen und entspanne im NAS-Liegestuhl unter einem Sonnenschirm, dem mittlerweile das Wetter seine Existenzberechtigung zurückgegeben hat. Fehlt noch was? Ach, Tafelmusik wäre nett. Die kommt aus der Kehle einer Musical-Sängerin, die auch ohne Auto-Tune die Töne trifft, und aus der Gitarre ihres Begleiters. Passt.

To be continued

So hat dank SNFTC-inside ein Stück Elbstrand wieder etwas mehr Aufenthaltsqualität bekommen, wir alle ein leckeres Picknick und mein Gesicht eine zartrote Tönung. Es gibt ungünstigere Tagesbilanzen. Und es geht ja noch weiter: Am 5. Juli machen wir das Rheinufer in Köln klar. Ich hoffe, ich kann dabei sein. Wer noch dabei sein möchte, kann sich unter www.sfntc-inside.de informieren und sich, obwohl die Anmeldefrist bereits verstrichen ist, gerne noch per E-Mail an kontakt@13stock.de für das Uferaufklaren in Köln anmelden.

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