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Sebastian Baumer schrieb am 3. Juni 2010 zuNews, Tools

13 Highlight-Apps für das iPad

Eine Woche iPad und kein bisschen langweilig: Eine subjektive Auswahl der besten, sinnvollsten und unterhaltsamsten Anwendungen für Apples neues Gerät.

1. iWork – Pages, Numbers und Keynote (je 7,99€)

Es tippt sich nicht ganz einfach auf der Glasfläche, nach einiger Zeit aber hat man den Dreh raus – zum Arbeiten unverzichtbar, aber ärgerlicherweise nicht vorinstalliert und dazu recht teuer: Die iWork-Palette von Apple mit dem Textverarbeitungsprogramm Pages, der Tabellenkalkulation Numbers und dem Präsentationstool Keynote muss eigentlich auf jedes iPad. Mit der kompletten Office-Suite lässt sich auf dem Tablet durchaus sehr produktiv tätig sein.

2. Dropbox (Kostenlos)

Wohl das Ärgerlichste an der flachen Kiste: Das iPad hat kein eigenes Dateisystem. Wie also am Besten auf die persönlichen Dokumente zugreifen, die man gerne drauf hätte? Per Dropbox. Die Netzfestplatte lässt sich vom Rechner aus mit Daten befüllen, verbraucht also nicht einmal Speicher auf dem iPad und die App zeigt so gut wie alles in ansehnlicher Form wieder an. Dokumente wie etwa .doc-Files können sogar direkt von dort aus in Pages weiterbearbeitet werden. Unverzichtbar. Wer nur mit pdfs arbeitet und diese komfortabel lesen will, dem sei außerdem Goodreader empfohlen.

3. Autodesk Sketchbook Pro
(5,99€)

Zeichnen auf dem iPad: Zwar gibt es mit Brushes eine weitere und wesentlich populärere Anwendung, die es erlaubt, mit diversen Pinseln und auf verschiedenen Ebenen künstlerisch tätig zu werden, deutlich mächtiger in der Bedienung und im Umfang ist allerdings Sketchbook Pro vom Experten für Designsoftware Autodesk. Sehr durchdacht ist auch, dass die Bilder auf viele verschiedene Weisen gespeichert und exportiert werden können (entweder direkt ins Photoalbum, per Mail als PNG oder PSD mit allen Ebenen und intern in der Galerie). Top.

4. iBooks (Kostenlos)

Als eBook-Reader macht das iPad aufgrund der langen Akkulaufzeit und der gestochen scharfen Darstellung eine außerordentlich gute Figur. Basis des Ganzen ist die Apple-eigene App iBooks mit dem integriertem Store für den Lesenachschub. Bemerkenswert ist vor allen die umfangreiche Klassiker-Bibliothek (auch in deutscher Sprache), die aus dem Fundus des Projekt Gutenberg von Spiegel stammt: Sehr viele richtig gute Bücher wurden neu aufbereitet und können kostenlos heruntergeladen werden. In Sachen Design und Layout aufwendiger sind die neueren Bücher, die allerdings auch richtig ins Geld gehen. Ebenfalls sehenswert: Die Kindle-App von Amazon, die ähnliches bietet.

5. Wikipanion (Kostenlos)

Während die diversen Wikipedia-Apps für den kleinen Bruder des iPads alle ihre Macken und Ungereimtheiten aufweisen, gibt es mit dem Wikipanion eine richtig mächtige Anwendung auf der Basis von Wikipedia. Die Seiten werden übersichtlich dargestellt, man kann in mehreren Sprachen suchen und hat zusätzlich die Möglichkeit, seine Favoriten abzulegen und so das ultimative Lexikon-Feeling auf dem iPad zu vervollständigen. Wünschenwert wäre allerdings, dass es irgendwann in der Zukunft die Möglichkeit gibt, die gesamte Wikipedia auch herunterzuladen, Speicherplatz auf dem iPad ist schließlich nicht mehr so rar wie auf dem iPhone.

6. Marvel Comics
(Kostenlos)

Das iPad ist zum Lesen wie geschaffen und zugleich als Träger für visuelle Medien ideal – die perfekte Kombination, um darauf Comics zu betrachten, zum Beispiel in der App von Marvel Comics, die mit einem sehr innovativen Panel View und Überblendeffekten aus den Bildergeschichten eine ganz neue Erfahrung macht. Intern hat die Anwendung einen eigenen Store, in dem neben einigen kostenlosen Bänden Hefte für 2,99€ runtergeladen werden können. Ärgerlich ist natürlich, dass die Comics auf der Marvel-App logischerweise nur aus eben dem Verlag stammen. Bleibt zu hoffen, dass sich verschiedene Publisher irgendwann zusammenschließen und eine übergreifende Comic-App veröffentlichen.

7. IMDb Filme & TV (Kostenlos)

Welcher Schauspieler hat in welchem Film mitgewirkt, was macht dieser Regisseur sonst noch und wie gut wird der Film bewertet? Die altbekannte Internet Movie-Database als kompakte Version auf dem iPhone macht Schluss mit der Auswahl von schlechten Filmen und ist als Guide für den des nächsten Kauf bei iTunes oder für den anstehenden Kinobesuch eine ziemlich große Hilfe.

8. Korg iElectribe R (7,99€)

Die wohl spannendste Musik-App auf dem iPad, die sich, einen talentierten DJ und eine gute Soundanlage vorausgesetzt, sogar dazu eignet, live eine Party zu unterhalten: Der Korg iElectribe R ist eine digitale Groovebox im Vintage-Look, mit dem man sehr einfach loslegen, die aber auch sehr komplexe Beatlandschaften zaubern kann. Die einfachere Variante, für die man keinerlei musikalische Fähigkeiten mitbringen muss, nennt sich Beatwave. Bei selbiger wird nur mittels Berührungen von verschiedenen Kästchen ein einzigartiger Sound erzeugt.

9. Wired Magazine (3,99€ pro Ausgabe)

Hier dürfen sich die deutschen Verlage, deren zum Teil leider traurig karge (Der Spiegel etwa bietet nur das PDF) oder nicht besonders gut designte (Die Welt-App leidet trotz guter Ansätze an einem grauenhaften Satz und Typo-Darstellungsfehlern) Auftritte noch nicht empfohlen werden können, eine große Scheibe abschneiden. Sogar die (allerdings etwas zu reichhaltige) Werbung in der iPad-Ausgabe des Wired ist zum Teil mit entsprechenden Touch- und Drehfeatures versehen. Ebenfalls sehenswert in Sachen englischsprachige Zeitschriften: Das Advanced Photoshop Magazine.

10. Air Display (7,99€)

Mac OS X und Flash laufen nicht auf dem iPad? Nicht ganz richtig. Die App Air Display verwandelt das iPad in einen zusätzlichen und tragbaren Monitor für jeden Mac. Das beste daran: Die Touchfunktion des iPads bleibt erhalten und die Geräte können auch direkt und nicht nur über dasselbe Wi-Fi-Netz verbunden werden, so dass man sich beispielsweise die Paletten- und Ebenenfenster von Photoshop oder das Dock des Macs direkt neben die Tastatur auf das iPad legen und per Hand bedienen kann.

11. Adobe Ideas 1.0 for iPad (Kostenlos)

Ein kleines Skizzenbuch für schnelle Ideen zum direkten Export per Mail – Adobes erste iPad-App ist zwar längst nicht so umfangreich und mächtig wie die richtigen Zeichenlösungen Autodesk Sketchbook Pro oder Brushes, für die Skizzierung einer kurzen Idee aber deutlich handlicher und dazu noch völlig kostenlos erhältlich. Besonders hervorzuheben: Die Sketches werden als pdf-/Vektorgraphiken exportiert und können so in jeder beliebigen Auflösung wieder geöffnet werden. Die integrierte Undo-Funktion erlaubt zudem, bis zu 50 Schritte wieder rückgängig zu machen.

12. Labyrinth 2 HD (5,99€)

Für den größeren Screen des iPads optimiert und mit diversen neuen Leveln ausgestattet, nutzt der Spieleklassiker Labyrinth 2 HD als eine der wenigen Apps aktiv den Bewegungssensor des iPads. Das altbekannte Ziel des Spieles, eine Kugel durch ein Labyrinth aus Hindernissen und (interaktiven) Elementen zum Ziel zu steuern, funktioniert auch auf dem großen Schirm prächtig. Zum Antesten des Ganzen gibt es übrigens auch eine kostenlose Lite-Version.

13. Smule Magic Piano (0.79€)

Smule ist bekannt für seine innovativen Musikapps auf dem iPhone – wer kennt nicht die Ocarina-App, die das Mobiltelefon in eine benutzbare Flöte verwandelt, bei der man ins Mikrophon pustet? Die Reihe setzt der Hersteller auf dem iPad mit dem Magic Piano fort – eine App, die in verschiedenen Versionen bis hin zum Freestyle-Modus ganz ohne Tasten ein altbekanntes Musikinstrument mal von einer ganz neuen Seite betrachtet.